Steigende Energiepreise machen vielen Menschen Sorgen – gerade in der Mietwohnung, wo man weder Heizung noch Dämmung selbst austauschen kann. Die gute Nachricht: Ein großer Teil der Energiekosten lässt sich mit kleinen, kostenlosen oder günstigen Maßnahmen senken. Dieser Guide zeigt dir Schritt für Schritt, wo du ansetzen kannst – sortiert nach Aufwand, damit du sofort loslegen kannst.
Warum sich Energiesparen in der Wohnung besonders lohnt
Heizung und Warmwasser machen in den meisten Haushalten den größten Anteil an den Energiekosten aus, Strom für Geräte den zweitgrößten. Genau da setzt dieser Guide an: bei den beiden Hebeln, die den größten Unterschied machen – unabhängig davon, ob du zur Miete wohnst oder Eigentum hast.
[BILD: Gemütliches, warm eingerichtetes Wohnzimmer mit Heizkörper und Thermostat – Alt-Text: „Wohnzimmer mit Heizkörper zum Energiesparen“]
1. Heizung richtig einstellen (kostenlos, sofort umsetzbar)
Die Heizung ist der größte Hebel – und die Anpassung kostet nichts.
- Raumtemperatur bewusst wählen: Schon ein Grad weniger Raumtemperatur macht sich auf der Jahresabrechnung spürbar bemerkbar. Wohnräume müssen nicht wärmer als angenehm warm sein – im Schlafzimmer reichen oft deutlich kühlere Temperaturen zum Wohlfühlen.
- Richtig lüften statt Kippfenster: Stoßlüften (Fenster für 5–10 Minuten weit öffnen, dabei Heizung aus) statt dauerhaft gekippter Fenster. Ein Kippfenster im Winter kühlt Wände aus und kostet über Stunden Heizenergie, ohne die Luft merklich auszutauschen.
- Heizkörper freihalten: Möbel, Vorhänge oder Wäsche vor dem Heizkörper blockieren die Wärmeabgabe in den Raum. Ein Handbreit Abstand reicht meist schon.
- Entlüften nicht vergessen: Gluckert der Heizkörper, ist Luft im System – das verringert die Heizleistung. Entlüften geht mit einem einfachen Heizkörperschlüssel in wenigen Minuten.
2. Kleine Investitionen mit großer Wirkung (unter 20 €)
Diese Maßnahmen kosten etwas, machen sich aber meist innerhalb weniger Monate bezahlt.
- Thermostatventile: Programmierbare Thermostatventile senken die Temperatur automatisch nachts oder tagsüber, wenn niemand zu Hause ist. [AFFILIATE: programmierbares Heizkörperthermostat]
- Türen und Fenster abdichten: Zugluft an alten Fenstern oder unter Türen lässt sich mit Dichtungsband oder einer Zugluftschlange einfach beheben. [AFFILIATE: selbstklebendes Dichtungsband]
- Abgestimmte Steckdosenleiste mit Schalter: Damit lassen sich mehrere Geräte auf einmal komplett vom Netz trennen, statt einzeln am Stecker zu ziehen. [AFFILIATE: Steckdosenleiste mit Schalter]
- LED statt Glühbirne/Halogen: LEDs verbrauchen für die gleiche Helligkeit deutlich weniger Strom und halten außerdem viel länger. Wer noch alte Leuchtmittel im Haushalt hat, sollte hier zuerst tauschen.
[BILD: Nahaufnahme eines Thermostatventils an einem Heizkörper – Alt-Text: „Thermostatventil zum Energiesparen einstellen“]
3. Stromfresser im Haushalt aufspüren
Nicht jedes Gerät verbraucht gleich viel – manche „Stromfresser“ laufen unbemerkt im Hintergrund mit.
- Standby vermeiden: Fernseher, Spielekonsole, Router oder Ladegeräte ziehen im Standby-Betrieb dauerhaft kleine Mengen Strom. Über ein Jahr summiert sich das spürbar. Eine schaltbare Steckdosenleiste macht das Abschalten mehrerer Geräte auf einen Klick möglich.
- Alte Kühl- und Gefriergeräte prüfen: Kühlschränke und Gefriertruhen laufen rund um die Uhr. Ältere Geräte verbrauchen oft deutlich mehr Strom als moderne, effiziente Modelle – ein Vergleich lohnt sich, besonders wenn das Gerät schon viele Jahre alt ist.
- Wasserkocher statt Herdplatte: Wasser für Tee oder Nudeln im Wasserkocher aufzukochen, ist meist effizienter als auf der Herdplatte.
- Waschmaschine & Trockner richtig nutzen: Volle Ladungen statt halbleerer Maschinen, niedrigere Temperaturen wo möglich, und wenn vorhanden: die Wäscheleine statt Trockner nutzen.
4. Warmwasser bewusst nutzen
Warmwasser wird oft unterschätzt, macht aber einen relevanten Teil der Energiekosten aus.
- Kürzer duschen statt baden: Ein Bad verbraucht deutlich mehr Warmwasser als eine kurze Dusche.
- Sparduschkopf einsetzen: Reduziert den Wasserdurchfluss spürbar, ohne dass sich das Duschen „schwächer“ anfühlt. [AFFILIATE: Sparduschkopf]
- Warmwassertemperatur am Boiler/Durchlauferhitzer prüfen: Falls du Zugriff auf die Einstellungen hast, lohnt sich ein Blick – oft ist die Temperatur höher eingestellt als nötig.
5. Langfristig mitdenken (wenn Budget vorhanden ist)
Diese Punkte sind kein Muss für den Einstieg, aber gut zu kennen, sobald etwas mehr Budget da ist:
- Energieeffizienzklasse beim nächsten Gerätekauf beachten
- Bei Eigentum: Fenster- und Dämmzustand vom Energieberater prüfen lassen (oft gibt es Förderprogramme)
- Smarte Steckdosen zur Verbrauchskontrolle einzelner Geräte
Deine Energiespar-Checkliste zum Ausdrucken
- Raumtemperatur überprüft und bewusst gewählt
- Stoßlüften statt Kippfenster umgesetzt
- Heizkörper von Möbeln/Vorhängen freigeräumt
- Heizkörper entlüftet
- Alte Glühbirnen/Halogenlampen gegen LEDs getauscht
- Schaltbare Steckdosenleiste für Standby-Geräte im Einsatz
- Kühlschranktemperatur und -alter geprüft
- Duschzeit bewusst verkürzt
Häufige Fragen zum Energiesparen in der Wohnung
Lohnt sich Energiesparen auch in der Mietwohnung, wenn ich nichts baulich verändern kann?
Ja – die größten Hebel (Heiztemperatur, Lüftungsverhalten, Standby-Geräte, Leuchtmittel) funktionieren unabhängig davon, ob du Eigentümerin oder Mieterin bist.
Was bringt am meisten für den Aufwand?
Kostenlose Verhaltensänderungen bei Heizung und Lüftung wirken sofort. Als nächster Schritt lohnt sich der Tausch alter Leuchtmittel gegen LEDs, da er sich schnell auszahlt.
Muss ich alles auf einmal umsetzen?
Nein. Wähle 2–3 Punkte aus dieser Liste für die erste Woche und arbeite dich nach und nach durch die restliche Checkliste.
Was ist dein nächster Schritt? Häng dir die Checkliste an den Kühlschrank und hak ab, was du schon geschafft hast. [INTERNER LINK: Wenn du neben dem Energiesparen auch beim Einkaufen weniger Plastik verwenden möchtest, schau dir meinen Einsteiger-Guide zum plastikfreien Leben an.]
[CTA-Vorschlag: Trag dich hier für den Newsletter ein und erhalte die druckfertige Energiespar-Checkliste als PDF direkt in dein Postfach.]
